Weihnachtsdekoration Weihnachtsdorf

Ich verbringe meine Freizeit seit Jahren zwischen Werkzeug, Werkbank und Ideen, die zu schade für Schubladen sind.
Ich habe Autos repariert, Tische gebaut, Betten kreiert, gemalt und mit Speckstein gearbeitet. Alles nett. Alles lehrreich. Aber nichts davon war ES.

Und dann kam der 3D-Druck.

Nicht als Spielerei. Sondern als Gestaltungsmittel. Und – ganz ehrlich – weil es unfassbar viel Spaß macht.

Was als Experiment begann, wurde schnell konkret, jeder hatte plötzlich Wünsche. Obwohl meine Frau anfangs meine, wir brauchen sowas nicht. Sie hätte keine Verwendung dafür.

Zuerst druckte ich kleine Drachen für die Kinder. Ihr kennt ja sicher Ohnezahn und seine Freundin. Wie weißt sie noch gleich? Egal, das weiße Drachenmädchen. Auch Einhörner für die Freundin des Sohnes, Brettspeiele und noch viel mehr.
Danach einen Controllerhalter für den einen Sohn, Headsethalter für mich, für einen Freund, später für den ältesten Sohn.
Dann wollten die Kinder einen besonderen Stern für den Weihnachtsbaum. Und plötzlich wollte die Frau Weihnachtsdeko. Und Haushaltsgegenstände, kleine Helfer, Dinge, die man täglich benutzt – und sich jedes Mal freut, dass sie genau so sind, wie man sie braucht.

Mir geht es nicht um Massenware. Ja das kann ich auch. Aber mir geht es um Objekte mit Charakter.
Nach Wunsch. Nach Bedarf. Nach Geschmack.

Gedruckt wird, was gewünscht wird.
Was gefällt.

Was Form und Funktion verbindet.
Was auf einem Sideboard stehen darf, ohne sich zu entschuldigen.
Was jemanden wirklich glücklich macht.

Skulptur oder Gebrauchsgegenstand?
Im Idealfall beides.

Irgendwann war mir klar: Es gibt keine echten Grenzen mehr. Alle meine Ideen werden greifbar.


Im Moment laufen Faschingskostüme aus dem Drucker – ein Sturmtruppler, dazu „1×1×1“ (oder wie auch immer dieses Wesen korrekt heißt), als das der Kleine gehen will.

Dieses Projekt wächst. Langsam. Mit jedem Entwurf ein Stück weiter weg vom Gewöhnlichen.
Mehr Design. Mehr Individualität.

Und genau darum geht es:

Ja seit ich dieses Hobby gefunden habe, bin ich mehr im Hobbyraum als im Bett. Meine Frau drohte schon an, mir das Bett neben den Drucker zu stellen. Aber hey, dafür sind fast alle Drucke gelungen.

Inzwischen hat die Gräfin eine eigene Liste was ich drucken soll, eine Liste mit kleinen Häuschen und Jahreszeitendekoration. Die mag sie gern. Und die werden dann auch ganz liebevoll von Hand von ihr bemalt:

Der Leuchtturm und das Beerenhaus sind gerade in der Mache. Man sieht, dass sie nur teilbemalt sind bisher. Sagt ihr bloß nicht, dass ich das unfertig fotografiert habe!

ich muss echt mal alle Häuschen fotografieren, die sind so gut geworden. (edit: hat die Häuschen fotografiert und unten als Galerie hinterlegt)

Von Graf